Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 1 - 07.04.2017

Zu teuer und zu komplex

Vorstellung Studie Mobilitätsverhalten von Auszubildenden

Aktion zur Pressekonferenz

Aktion zur Pressekonferenz Theresa Baum

Aktion zur PK

Theresa Baum

Die DGB-Jugend München erneuert auf Grundlage einer neuen Studie ihre Forderung nach einem Jugend- und Azubiticket für 1€ am Tag für das MVV-Gebiet.


München. Die DGB-Jugend München hat erste Ergebnisse einer Studie zum Mobilitätsverhalten von Auszubildenden in München vorgestellt. Angesichts der Tarifstrukturreform fordert die Gewerkschafts-jugend gemeinsam mit anderen Bündnispartner_innen aus dem AK Jugend- und Ausbildungsticket eine offene Diskussion über einen deutlich günstigeren und einfacheren Tarif für junge Menschen und Auszubildende in München. „Das darf kein Hinterzimmerdeal und Reförmchen werden. Wir erwarten echte Verbesserungen für die Auszubildenden in München. Wer die Fachkräfte von morgen will, muss für die Auszubildenden jetzt etwas tun!“, fordert der Jugendsekretär der DGB-Jugend München, Andro Scholl, angesichts der Ergebnisse der Studie.


Vorgestellt hatte die Studie der Diplom-Soziologe Benjamin Gröschl. Er war 2016 von der DGB-Jugend mit der Erstellung beauftragt worden und fasste die Ergebnisse wie folgt zusammen: „Auszubildende im Einzelhandel geben über 10% ihrer Ausbildungsvergütung im Durchschnitt für den Nahverkehr aus. Sie nutzen und kennen kaum zusätzliche Angebote wie die Grüne Jugendkarte. Lediglich 11% der Befragten erhalten Zuschüsse von den Arbeitgeber_innen. Auffallend ist auch, dass Pendler_innen und Aus-zubildende, die täglich aus dem Außenraum in den Innenraum müssen, stark benachteiligt sind.“


In der Studie sind mehr als 600 Auszubildende in München befragt worden. Die Teilergebnisse beziehen sich auf 120 befragte Auszubildende im Einzelhandel. Deutlich wurde der Wunsch der Auszubildenden nach einem deutlich niedrigeren Preis und einer einfachen Ticketlösung.


„Wir fühlen uns bestätigt: Bereits die Münchener Jugendstudie 2016 hat gezeigt, dass Mobilität, neben Wohnen, das drängende Problem für junge Münchner ist. Einen Euro am Tag für das gesamte MVV-Netz bleibt unsere Forderung für ein neues Jugend- und Ausbildungsticket. Alle müssen jetzt an einen Tisch kommen und sollten sich nicht gegenseitig die Verantwortung zuweisen: Land, Stadt, Kreise und Verkehrsunternehmen- alle können am Ende nur gewinnen.“, so Andro Scholl abschließend.

 

Handout (PDF, 293 kB)

Kurzzusammenfassung der ersten Studienergebnisse


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