Deutscher Gewerkschaftsbund

20.09.2017

Neuwahlen im DGB München

Simone Burger wurde erneut zur Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbunds in München und der Region gewählt.

Foto der DGB-Kreisvorsitzenden Simone Burger

Simone Burger wurde zur Vorsitzenden des DGB Kreisverbands München wiedergewählt. Köster

Der Deutsche Gewerkschaftsbund ist als Dachverband die politische Interessensvertretung der acht Mitgliedsgewerkschaften. Alle vier Jahre werden im DGB die Gremien neu gewählt. Am 20. September 2017 konstituierte sich der DGB Kreisverband München neu. Zum DGB Kreisverband gehören die Landkreise Dachau, Fürstenfeldbruck, Starnberg, München-Land und München-Stadt. Über 100.000 Mitglieder sind hier organisiert.

Als Vorsitzende wurde die 38-jährige Simone Burger wiedergewählt. Sie hat dieses Amt schon seit März 2012 inne. Als Stellvertreter wurden ebenfalls wieder gewählt Horst Lischka (1. Bevollmächtigter der IG Metall) und Heinrich Birner (Geschäftsführer ver.di München).

Das zentrale Thema des DGB München im Wahlkampfendspurt bleibt das Thema Rente: In München verdienten Ende des vergangenen Jahres über 100.000 Beschäftigte (Vollzeit, ohne Ausbildung) weniger als 2500 Euro brutto im Monat. Das geht aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor. Ein Bruttoeinkommen oberhalb dieser Grenze ist jedoch notwendig, um nach 40 Beitragsjahren eine Rente über dem Grundsicherungsniveau zu erhalten, wenn das Rentenniveau wie beschlossen weiter auf 43% sinkt.

„Wir brauchen dringend einen Kurswechsel in der Rente. Das Rentenniveau darf nicht weiter sinken. Im Gegenteil: es muss wieder steigen. Ansonsten sind breite Teile der Beschäftigten von sozialem Abstieg im Alter bedroht. Mit diesen Renten lassen sich die Mieten in München nicht bezahlen. Wir wollen dass die Parteien dafür sorgen, dass wieder gilt: Wer jahrzehntelang gearbeitet und eingezahlt hat, muss eine Rente bekommen, von der man in Würde leben kann“, so die DGB Vorsitzende Simone Burger.

„Wohnen und Gute Arbeit werden auch in Zukunft Kernthemen der Gewerkschaften hier in der Region sein. Zwischen 30 und 40 Prozent des Einkommens geben die Beschäftigten im Durchschnitt in München für die Miete aus. Selbst immer mehr Facharbeiter können sich das nicht leisten. Dass die Preise für Miet- und Eigentumswohnungen fallen könnten, daran glaubt niemand. Deshalb setzen wir uns für einen aktiven Mieterschutz ein, so muss zum Beispiel die Mietpreisbremse verschärft werden. Unternehmen müssen sich ihrer Verantwortung stellen und wieder Werkswohnungen anbieten. Es bleibt für die nächsten vier Jahre viel zu tun“, so die DGB Vorsitzende Simone Burger.


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