Deutscher Gewerkschaftsbund

21.05.2015

DGB Jugend verurteilt Verkaufsöffnung des Sonntags beim Stadtgründungsfest

Die DGB Jugend München zeigt sich besorgt über die Entscheidung der Kooperationspartner SPD und CSU im Stadtrat. Aus Sicht der Gewerkschaftsjugend wird ein Zwang zur Freiwilligkeit bei den Belegschaften der Geschäfte in der Innenstadt durch eine Ladenöffnung am Sonntag geschaffen.

„Es werden künstliche Anlässe hergestellt, um Läden zu öffnen. Arbeitnehmerfreundlich ist dies nicht. Als Ge-werkschaftsjugend sehen wir die Aufweichung des Sonntagsladenschlusses sehr kritisch. Es handelt sich hierbei um ein Anzeichen der Ökonomisierung der Gesellschaft und deren weiterer Ausrichtung auf Gewinnmaximie-rung." beurteilt Sprecher Alexander Demus die heutige Entscheidung des Stadtrats. Außerdem sei es bedauerlich, dass durch diese Ökonomisierung dem Fest das Besondere genommen wird und gleichzeitig Beschäftigte des Ein-zelhandels in der Innenstadt vom Stadtgründungsfest faktisch ausgeschlossen werden.

„Die Sonntagsöffnung nützt nur den Arbeitgebern, für die Arbeitnehmer wird ein weiterer Sonntag zu einem Werktag. Als DGB Jugend kämpfen wir dafür, die Sonntagsöffnung zu begrenzen. Die versprochene Freiwilligkeit bei der Arbeit am Sonntag bleibt ein Lippenbekenntnis, da sie nicht kontrollierbar ist.", ergänzt Melanie Geigen-berger, Sprecherin der DGB Jugend München.

Die Münchner Gewerkschaftsjugend fordert, dass die Stadträte ihre Entscheidung prinzipiell noch einmal im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer überdenken.


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