Deutscher Gewerkschaftsbund

10.11.2017

Neuwahlen bei den DGB Frauen München

Christiane Kern (GdP) wurde erneut zur Vorsitzenden der Münchener DGB Frauen gewählt. Sylvia Samol-Müller (EVG) übernimmt die Aufgabe als stellvertretende Vorsitzende.

Christiane Kern

Christiane Kern DGB/ Almer

Der Deutsche Gewerkschaftsbund ist als Dachverband die politische Interessensvertretung der acht Mitgliedsgewerkschaften. Alle vier Jahre werden im DGB die Gremien neu gewählt. Am 07. November 2017 konstituierte sich der DGB Frauenausschuss München neu. Als Vorsitzende wurde Christiane Kern wiedergewählt. Als ihre Stellvertreterin wurde Sylvia Samol-Müller ins Amt gewählt.

Die DGB Frauen sind die Interessenvertretung der Frauengruppen innerhalb der Gewerkschaften. Sie machen sich unter anderem stark für Gleichberechtigung, für die Rechte von Frauen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und bei der Bekämpfung von Altersarmut, die häufig Frauen, aufgrund ihrer Erwerbsbiografie, trifft.

„Frauen verdienen oft deutlich weniger als Männer. Das rächt sich auch bei der Rente: Frauen bekommen im Schnitt nicht einmal halb so viel wie Männer. Die Rente ist ein Spiegel des Erwerbslebens und spiegelt drastisch die mangelnden Chancen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt“, so Christiane Kern, Vorsitzende der DGB Frauen. „Aus der Entgeltlücke zwischen den Geschlechtern wird im Lauf der Jahre eine enorme Rentenlücke. Frauen sind häufiger vom Staat abhängig – oder vom Renteneinkommen des Partners. Doch der Mann ist keine Altersvorsorge.“

Mit dem politisch gewollten Sinkflug des Rentenniveaus auf 43 Prozent ist eine gute Rente vollkommen undenkbar. Berechnungen des UBS International Pension Gap Index vom Oktober 2017 zeigen, dass Frauen in München schon heute ab ihrem 50. Lebensjahr bis zum Renteneintritt, mindestens 40 Prozent ihres aktuellen Gehalts zur Seite legen müssen, um während der Rente ihren aktuellen Lebensstandard halten zu können.* Dies bedingt sich auch aus den hohen Münchner Lebenshaltungskosten.

Die DGB Frauen München fordern umgehend eine Stabilisierung und darauf folgende Anhebung des Rentenniveaus.

 

*Die Berechnungen des UBS International Pension Gap Index basieren auf einer sogenannten „Durchschnitts-Jane“. Diese ist eine alleinstehende 50-jährige Frau mit einem erwachsenen Kind. Sie hat seit ihrem Berufseintritt im Alter von 20 Jahren immer in der gleichen Stadt gearbeitet. Sie war mit Ausnahme einer dreijährigen Pause im Alter von 30 Jahren stets vollzeitbeschäftigt und wird dies bis zu ihrem gesetzlichen Renteneintritt auch bleiben. Zurzeit führt sie ein einfaches Stadtleben und bezieht das Mediangehalt einer vollzeitbeschäftigten Frau in ihrer Stadt und erhält regelmäßig moderate Gehaltserhöhungen. Sie hat kein Wohneigentum.


Nach oben

DGB München auf Facebook

Petition zum freien Sonntag unterstützen

DGB-Rentenkampagne

Weitere Informationen