Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 077 - 23.07.2014

Die Probleme der Beschäftigten im Blick


Zur Veröffentlichung des DGB Index Gute Arbeit für München
im Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft am 22.07.2014.

Im heutigen Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft wurde der DGB Index Gute Arbeit veröffentlicht. 1000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in München arbeiten, wurden in dieser Sondererhebung über ihre Arbeitssituation befragt. Dazu erklärt die DGB Vorsitzende Simone Burger:

„Der DGB München begrüßt die Studie zur Situation von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in München. Die vorliegenden Zahlen liefern einen sehr guten Blick auf den Alltag von Beschäftigten; sowohl auf die positiven, als auch auf die negativen Seiten. So geben zum Beispiel 86,5% der Befragten an, dass sie bei der Verrichtung ihrer Arbeit oft auf die Hilfe und Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen bauen können. Das ist eine positive Entwicklung. Andererseits haben aber viele Beschäftigte in München mit einer steigenden Arbeitsbelastung zu kämpfen. Laut der Studie haben13% der Beschäftigten einen Zweitjob, viele davon um sich diese Stadt überhaupt leisten zu können. Damit liegt München deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 9,1%.“

Aus Sicht der Gewerkschaften darf sich Politik nicht nur an Wirtschaftszahlen orientieren. Wenn München „Stadt der guten Arbeit“ sein soll, dann erwarten wir von der Politik, dass sie die Ergebnisse des Index reflektiert und Taten folgen lässt. Arbeitnehmervertreterinnen und –vertreter dabei einzubeziehen ist fürs uns selbstverständlich und spiegelt auch die Ergebnisse des Index wieder. Denn in Betrieben mit einer Arbeitnehmervertretung stufen 14% der Beschäftigten ihre Arbeit als „sehr gut“ ein, in Betrieben ohne sind es nur 5,1%. Dies zeigt, dass sich Mitbestimmung für Beschäftigte lohnt.“

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Simone Burger
DGB-Region München
Regionsgeschäftsführerin
Vorsitzende des DGB-Kreisverbands München
Schwanthalerstraße 64
80336 München


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