Deutscher Gewerkschaftsbund

25.10.2011

6 Euro sparen und bis 67 arbeiten?

Die Bundesregierung will den Beitrag zur Rentenversicherung senken, denn die Kassen sind gut gefüllt. DurchschnittsverdienerInnen würden um rund sechs Euro pro Monat entlastet. Stattdessen könnte die Regierung mit den Überschüssen die Altersarmut bekämpfen und die Rente mit 67 abschaffen.

Eine deutliche Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger will auf eine Senkung des Rentenbeitrags verzichten und stattdessen die Überschüsse der gesetzlichen Rentenverscherung zur Vermeidung von Altersarmut einsetzen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Forschungsinstituts forsa im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Danach wollen 79 Prozent der Befragten die Überschüsse der Rentenkasse zur Bekämpfung von Altersarmut verwenden, nur 12 Prozent votieren für eine Senkung der Rentenbeiträge.

Auch die Anhänger der Regierungsparteien lehnen mehrheitlich die Senkung der Rentenbeiträge ab. Nur jeder fünfte Anhänger von CDU/CSU (21 Prozent) und FDP (22 Prozent) fordert eine Beitragssenkung. Mehr als zwei Drittel der Unionsanhänger (71 Prozent) wollen die Mittel zur Bekämpfung von Altersarmut verwenden, bei den Anhängern der Liberalen ist es ebenfalls eine deutliche Mehrheit von 64 Prozent.  

Auch die jüngere Generation hält nichts von Beitragssenkungen: 82 Prozent der 18- bis 44jährigen wollen das Geld lieber gegen Altersarmut einsetzen. 

Was wollen Sie?
Beteiligen Sie sich an unserer Umfrage: 6 oder 67? 
hier geht es zur Umfrage: www.ichwillrente.net


Nach oben