Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 047 - 18.09.2012

DGB warnt vor Niedrigrenten in München

Sparschweinkolonne mit der Aufschrift "Hände weg von unserer Rente".

DGB München

Der DGB Kreisverband München warnt vor einer Durchschnittsrente von 620 Euro in Oberbayern, sollte die Rentenabsenkung auf 43% umgesetzt werden. Um auf die Problematik aufmerksam zu machen, hat der DGB Kreisverband alle Bundestagsabgeordneten und Kandidaten angeschrieben und sie zur Diskussion während einer Arbeitsschicht eingeladen.

Mit der Rentenreform 2001 wurde beschlossen, das Rentenniveau bis 2030 von 51% auf 43% zu senken. Die Bundesregierung will an diesen Plänen festhalten. Wird das Rentenniveau auf 43% gesenkt, bedeutet dies für viele Münchner Armut im Alter. Schon jetzt sind 4,6% aller Menschen im Rentenalter in München auf die Grundsicherung angewiesen. Bundesweit sind es 2,5%. Sinkt das Rentenniveau wird diese Zahl rasant ansteigen.

„Aus unserer Sicht muss die gesetzliche Rentenversicherung einen Lebensstandard in Würde sichern. Bereits heute liegt die Durchschnittsrente in Oberbayern bei lediglich 724 Euro. Hätten wir heute schon das geplante Rentenniveau des Jahres 2030, läge die durchschnittliche Rente hier bei nur noch 620 Euro. Das ermöglicht kein Leben in Würde. Deshalb hat der DGB ein Konzept vorgelegt wie das Rentenniveau bei 51% gehalten werden kann und der Beitrag – wie vom Gesetzgeber gewollt - bis 2030 22% nicht überschreitet. Wir müssen jetzt in der Rentenversicherung für die Zukunft ansparen, anstatt den Beitrag zu senken. Wir müssen eine Reserve aufbauen, das ist generationengerecht.“ so die DGB Vorsitzende Simone Burger.

„Ein Problem, das in der aktuellen Rentendiskussion viel zu kurz kommt, ist die Erwerbsminderungsrente. Die Hürden um Erwerbsminderungsrente zu erhalten sind viel zu hoch. Wer nach dem 1. Januar 1961 geboren ist erhält die volle Erwerbsminderungsrente nur dann, wenn er oder sie langfristig weniger als 3 Stunden täglich arbeiten kann. Der bisher ausgeübte Beruf zählt bei der Beantragung nicht mehr. Diese hohen Hürden können nur wenige überspringen. Viele fallen dabei durchs Raster, auch wenn Sie auf dem Arbeitsmarkt keine Chance haben. Wer es dann doch geschafft hat, muss meistens Abschläge in Höhe von 10,8% in Kauf nehmen. Im Moment liegt die durchschnittliche Erwerbsminderungsrente in Oberbayern bei 611 Euro. Wer unverschuldet in Not gerät, darf aus unserer Sicht nicht so behandelt werden. Die Erwerbsminderungsrente muss wieder besser ausgestattet werden.“ erklärt die DGB Vorsitzende Simone Burger.

Um auf die Probleme in der Rentenversicherung aufmerksam zu machen hat der DGB alle Bundestagsabgeordneten und Kandidaten eingeladen eine Schicht in einem Unternehmen mit zu arbeiten und diese Fragen mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern direkt zu diskutieren. Was sie bewegt und welche Ängste auch da sind.

Als symbolisches Zeichen hat der DGB jedem Brief ein Renten-Sparschwein mit der Aufschrift „Hände weg von unserer Rente“ beigelegt.

Mehr zum DGB Rentenkonzept finden Sie unter: http://www.dgb.de/-/PjB


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