Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 046 - 17.09.2012

DGB warnt vor Niedrigrenten in Miesbach und Bad Tölz

Simone Burger übergibt "Rentensparschwein" an Klaus Barthel

DGB Regionsgeschäftsführerin Simone Burger überreicht Klaus Barthel, MdB und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in der SPD, das Rentensparschwein "Hände weg von unserer Rente". DGB München

Hausham: - Der DGB Kreisverband Miesbach-Bad Tölz warnt vor einer Durchschnittsrente von 620 Euro in Oberbayern, sollte die Rentenabsenkung auf 43% umgesetzt werden. Um auf die Problematik aufmerksam zu machen verleiht der DGB Kreisverband das Rentensparschwein „Hände weg von unserer Rente“ an Bundestagsabgeordnete.

„Mit der Rentenreform 2001 wurde beschlossen, dass das Rentenniveau bis 2030 von 51% auf 43% sinken soll. Die Bundesregierung will an diesen Plänen festhalten. Dies ist aus unserer Sicht der falsche Weg, der in die Altersarmut für Viele führt. Schon heute sind im Landkreis Bad Tölz – Wolfratshausen etwa 900 Menschen auf Grundsicherung im Alter angewiesen und im Landkreis Miesbach sind es etwa 600. Die Zahlen haben sich seit 2006 verdoppelt. Mit der Absenkung des Rentenniveaus wird diese Zahl rasant ansteigen, das ist ein Skandal.“, so der DGB Kreisvorsitzende Rudi Fertl.

„Aus unserer Sicht muss die gesetzliche Rentenversicherung einen Lebensstandard in Würde sichern. Schon heute liegt die Durchschnittsrente in Oberbayern bei lediglich 724 Euro. Hätten wir heute schon das geplante Rentenniveau im Jahr 2030, läge die durchschnittliche Rente hier bei nur noch 620 Euro. Das ermöglicht kein Leben in Würde. Deshalb hat der DGB ein Konzept vorgelegt wie das Rentenniveau auf 51% gehalten werden kann und der Beitrag – wie vom Gesetzgeber gewollt - bis 2030 22% nicht überschreitet. Wir müssen jetzt in der Rentenversicherung für die Zukunft ansparen, anstatt den Beitrag zu senken, dass ist generationengerecht.“ so die DGB Regionsgeschäftsführerin Simone Burger.

Am Montag den 17. September nahm der DGB Kreisverband die Chance war und diskutierte die aktuellen Rentenfragen mit MdB Klaus Barthel. Zum Abschluss des Gesprächs überreichte die DGB Regionsgeschäftsführerin Simone Burger ihm ein Rentensparschwein mit der Aufschrift„Hände weg von unserer Rente“.

Zum Konzept des DGBs erklärt Klaus Barthel: „Als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in der SPD kann ich die Sorgen des DGBs sehr gut nachvollziehen. Deshalb unterstützen die AfA und ich persönlich die Forderung das Rentenniveau nicht auf 43% abzusenken. Wenn alle Arbeitnehmer, die weniger als 2100 Euro brutto verdienen, nach 40 Jahren mit einer Rente unter Grundsicherungsniveau nach Hause gehen, ist dies das Gegenteil von Gerechtigkeit.“

Mehr zum DGB Rentenkonzept finden Sie unter: http://www.dgb.de/-/PjB


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