Deutscher Gewerkschaftsbund

24.09.2021

Die Spitze des DGB München ist weiblich.

Simone Burger wurde als Vorsitzende wiedergewählt. Ihre Stellvertreterinnen sind Sibylle Wankel (IG Metall) und Claudia Weber (ver.di)

Die wiedergewählte Vorsitzende Simone Burger (Mitte) mit ihren Stellvertreterinnen Sybille Wankel (links) und Claudia Weber (rechts)

Die wiedergewählte Vorsitzende Simone Burger (Mitte) mit ihren Stellvertreterinnen Sybille Wankel (links) und Claudia Weber (rechts) DGB/Kopera

Die Spitze des DGB München ist weiblich.

Simone Burger wurde erneut zur Vorsitzenden gewählt. Seit 2012 hat sie dieses Amt inne. Als Stellvertretende Vorsitzende wurden neu Sibylle Wankel (1. Bevollmächtigte der IGM) und Claudia Weber (Stellv. Geschäftsführerin von ver.di) gewählt.

 

Neben den Neuwahlen diskutierten die Gewerkschaften, was ihre zentralen Themen im Wahlkampfendspurt und für die anstehenden Koalitionsverhandlungen sind:

„Wer sein Leben lang gearbeitet hat, der muss auch im Alter gut von der Rente leben können. Das ist das zentrale Sicherheitsversprechen eines starken Sozialstaats. Die nächste Koalition muss das Rentenniveau dauerhaft über das Jahr 2025 hinaus stabilisieren und erhöhen. Die Diskussion über die Erhöhung des Renteneintrittsalters geht komplett in die falsche Richtung. Für viele Beschäftigte ist es heute schon schwierig sich vorzustellen wie sie in der aktuellen Arbeitswelt bis 67 Jahren durchhalten sollen,“ erklärt die wiedergewählte Münchner DGB-Vorsitzende Simone Burger.

„Ein Dauerbrennerthema in München ist und bleibt: bezahlbares und gutes Wohnen. Als DGB München unterstützen wir deshalb das Bündnis Mietenstopp. Wir fordern eine Atempause für die Mieter*innen, gerade nachdem Viele während der Corona-Pandemie Einkommenseinbußen durch Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit stemmen mussten. Wichtig dabei, es geht um eine Atempause für die Mieter*innen und nicht für die Politik. Die Politik muss in dieser Zeit arbeiten, um die Spekulation mit Boden zu beenden, mehr Sozialwohnungen zu bauen und die Genossenschaften zu stärken.“ so Simone Burger.

Sibylle Wankel ergänzt: „Einmal alle vier Jahre mitzubestimmen reicht uns nicht. Wir brauchen mehr Rechte für die Gewerkschaften und für die Betriebsräte. Wir haben große Zukunftsaufgaben vor uns: die Digitalisierung und den Kampf gegen den Klimawandel. Beide werden die Arbeitswelt grundlegend verändern. Wir wollen diese Veränderungen mitgestalten und zwar auf Augenhöhe und nicht am Katzentisch, damit es auch morgen noch gute Arbeitsplätze gibt. Deshalb fordern wir mehr Mitbestimmung beim Umwelt- und Klimaschutz und mehr Investitionen in deutsche Standorte, um die Arbeits- und Ausbildungsplätze zukunftsfest zu machen.“

„Der Staat hat - richtigerweise - Milliardensummen in die Hand genommen, um die Folgen der COVID19-Pandemie abzufedern. Jetzt geht es darum, dass diese immensen Krisenkosten nicht auf den Beschäftigten und den Renter*innen gestemmt werden müssen. Deshalb unterstützen die Gewerkschaften das Bündnis "Superreiche zur Kasse". Wir wollen dass die Reichsten Menschen in diesem Land mehr zur Finanzierung des Gemeinwesens beitragen. Denn wichtige Zukunftsaufgaben müssen neben den Krisenkosten finanziert werden. So haben vor einem Jahr viele für die Pflegebeschäftigten geklatscht, wir fordern jetzt endlich mehr Geld für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Personal in der Pflege,“ sagt Claudia Weber.

 

Der Kreisvorstand des DGB München

Der Kreisvorstand des DGB München. von links nach rechts: Simone Burger (Vorsitzende), Rainer Pechtold (GdP), Peter Behrend (Seniorenvertreter), Michael Müller (IG BAU), Siri Schultze (GEW), Tim Lünnemann (NGG), Hilmi Akkurt (IG BCE), Sybille Wankel (IG Metall) und Claudia Weber (ver.di) DGB/Kopera


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