Deutscher Gewerkschaftsbund

29.03.2021

75 Jahre Deutscher Gewerkschaftsbund in München

Am 29. März 1946 wurden die Münchner Gewerkschaften und der Münchner DGB per Urwahl (wieder)gegründet.

Portrait Simone Burger

DGB München/© Ingrid Theis

Am 29. März 1946 wurden die Münchner Gewerkschaften und der München DGB per Urwahl (wieder)gegründet. Am 29. März 1946 fand in allen Münchner Betrieben und in den Büros der Gewerkschaften im Städtischen Hochhaus in der Blumenstraße eine Urwahl statt. Dabei wurde über die Satzungen der Gewerkschaften, die Vorstände der Gewerkschaften und den Beschluss, sich in einem Gewerkschaftsbund zusammenzuschließen abgestimmt.

 

Die Anzahl stimmberechtigter Mitglieder war bis Ende März 1946 auf über 48.000 Personen (erst seit Januar 1946 durften die Gewerkschaften offiziell Mitglieder werben) angewachsen. Die Wahlbeteiligung lag bei über 73 Prozent. 98 Prozent stimmten für die neuen Satzungen und die neuen Vorstände der Gewerkschaften und 95 Prozent für den Zusammenschluss zum DGB.

 

Damit sind wir ab heute 75 Jahre alt und eigentlich schon viel älter. Das erste Münchner Gewerkschaftskartell wurde 1893 gegründet.

 

 Trotz des hohen Alters sind wir immer noch laut und werden gerade in Zeiten der Coronakrise dringend gebraucht. Wir kämpfen dafür, dass Beschäftigte und Soloselbstständige sicher durch die Krise kommen. Für den Gesundheitsschutz für Beschäftigte die nicht im Home Office arbeiten können. Für die Sicherheit von Arbeitsplätzen, für ein Mindestkurzarbeitergeld und für Gute Arbeit auch in der Krise. Am Anfang der Pandemie wurde viel geklatscht für die Beschäftigten, die diese Gesellschaft am Laufen halten. Aber es wurden dabei viele vergessen und bei den anderen blieb es oftmals beim Applaus. Wir fordern konkrete Taten, denn Applaus zahlt keine Miete. Es muss sich grundsätzlich etwas ändern. Wir brauchen mehr Sozialstaat für alle. Wir brauchen Investionen in die Zukunft. Die Kosten der Krise müssen solidarisch finanziert werden, und deshalb müssen die Reichen zur Kasse gebeten werden. Wir brauchen mehr Rechte für Gewerkschaften und Betriebsräte, nicht nur in der Pandemie. Wir befinden uns mitten in einem Strukturwandel, hier müssen die Kolleg*innen ihre Zukunft mitbestimmen können. Auch mit 75 Jahren gibt es für uns noch viel zu tun. Wir freuen uns auf die nächsten 75 Jahre,“

sagt die Münchner DGB Vorsitzende Simone Burger.

 

Zum Jubiläum haben wir einen Stadtspaziergang zu den Orten der Gewerkschaften herausgegeben, der gedruckt beim DGB bestellt werden kann (Muenchen[@]dgb.de) oder auch online angesehen werden kann:


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